Dienstag, 27. Juni 2017

[Rezension] Die Insel

 


    Die Insel   
(Manuela Martini)

Band 1 von 2
Format: Hardcover
Schutzumschlag: Ja
Weitere Formate: Taschenbuch, Ebook
Seiten: 393
ET: 17. Februar 2014
ISBN: 978-3-401-06976-0
Verlag: Arena
















Der Job auf der Perlenfarm mitten im türkisblauen Pazifik scheint perfekt. Endlich ist Hannah weit weg von zu Hause, endlich kann sie aufatmen. Seit sie erfahren hat, dass sie adoptiert wurde, ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Strandpartys unterm Sternenhimmel und der charismatische Aiden lassen Hannah ihre Sorgen für eine Weile vergessen - bis sie im Dschungel der Vulkaninsel auf einen verlassenen Bunker stößt und dort jene mysteriösen Worte aus dem Tagebuch ihrer leiblichen Mutter entdeckt, die sie selbst in ihre Träume verfolgen:
Mete bab ou alatranp - Prepare for what is coming!
(Quelle: Schutzumschlag des Buches)


http://www.arena-verlag.de/
Hardcover und Taschenbuchausgaben - Quelle: Arena Verlag




"Die Insel" und der Nachfolger "Die Rache der Insel" liegen schon länger auf meinem SUB. Besonders das Cover hatte es mir angetan, der spannende Klapptext tat sein übriges. Dank verschiedener Challenge habe ich es nun endlich erwählt (ein Hoch auf die Challenge!)

Den Schreibstil der Autorin fand ich gut, allerdings hatte sie Probleme wirklich Spannung aufzubauen. Der Großteil der Geschichte spielt in der Gegenwart, hin und wieder gibt es allerdings Rückblicke, die wichtig sind, die Motive der Protagonistin zu verstehen. Gegen Ende gibt es auch Einblicke in die Zukunft, diese fand ich aber oft eher verwirrend als hilfreich.
Hannah ist die Protagonistin des Buches und steht zusammen mit ihrer Freundin Nicki im Vordergrund. Zu Beginn war mir Hannah sympathisch, zuhause war ihr alles zu viel geworden, weswegen sie sich auf eine Reise zu sich selbst gemacht hatte. Von Nicki lässt sie sich für den Job auf der Perlenfarm überreden. Die Geschichte verläuft eher ruhig, mysteriöse Ereignisse werden zwar angeschnitten, aber schnell wieder fallen gelassen.
Zum letzten Drittel wurde es sehr gewöhnungsbedürftig, zwischenzeitlich dachte ich wirklich "Was soll der Mist. Bitte nicht sowas" (Stichwort Dimensionen). Zu meinem Glück wurde das Ganze nach ein paar Seiten erklärt bzw nachvollziehbar. 
Doch leider fing Hannah an, mir tierisch auf die Nerven zu gehen. Sie verhält sich unglaublich naiv, versteht die Lage nicht und macht sich das Leben selbst schwer. Sie hat mehr Glück als Verstand und es fiel mir schwer, manches ernst zu nehmen.
Insgesamt fand ich das Ende enttäuschend. Es bleiben mehr Fragen offen, als geklärt wurden. Meine ganzen Hoffnungen liegen im zweiten Band. Das Potenzial der Geschichte wurde im ersten Band nicht annähernd ausgeschöpft.

Ich gebe eine eingeschränkte Lesempfehlung, das Buch lässt sich gut lesen und die Geschichte ist interessant. Allerdings fehlt die Spannung und es wird zu wenig an Geheimnissen aufgedeckt. Viele gute Ideen, teilweise enttäuschende Umsetzung.









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