Samstag, 20. August 2016

[Blogtour] Krebsmeisterschaft für Anfänger



Heute beginnt nun die Blogtour zu dem Buch "Krebsmeisterschaft für Anfänger".
Diese Themen erwarten euch: Diagnose Krebs, Hoffnung, Krebsvorsorge, Krebs im Sport, Leben vor und nach dem Krebs, Depression & Challenges im Leben



Kurzer Hinweis vorab: Ich bin kein Arzt, alle Informationen habe ich von medizinischen Seiten (die Quellen findet ihr unten) oder aufgrund meiner Ausbildung. Keine Gewähr auf Vollständigkeit. Der Beitrag dient nur als Kurzinformation über die Krankheit.







Unter dem Begriff „Krebs“ versteht man die bösartige Bildung von neuem Gewebe (Tumoren).

Körperzellen wachsen und teilen sich unkontrolliert und können gesundes Gewebe verdrängen oder zerstören. Desweiteren kann ein extremes Wachsen zur Komprimierung (Abdrücken) von Gefäßen und somit zu Durchblutungsstörungen führen. Im schlimmsten Fall kann das Gewebe absterben, man spricht dann von Nekrosen.
Ein unbehandelter Krebs kann streuen, das heißt es bilden sich Tochtergeschwüre (Metastasen) im restlichen Körper. Je nach Krebsart sind verschiedene Organe mehr betroffen als andere (z.B. Lunge).



Weitere Komplikationen können Tumorfisteln (Eine Verbindung zwischen zwei Hohlorganen) sein, welche zu Infektionen oder einer Funktionseinschränkung von Organen führen kann.

Manchmal wird durch einen Tumor das Gewebe so sehr zerstört, dass es zu Durchbrüchen kommt (z.B. am Darm oder Magen).



Gutartigen Krebs gibt es nicht, es handelt sich dabei um Gewebsvermehrungen oder Raumforderungen im Körper, die keine Metastasen (Tochtergeschwüre) bilden, man spricht hier von gutartigen Tumoren.

Doch Achtung: auch gutartige Tumore wie z.B. Muttermale oder Fettgeschwülste (Lipome)  können trotzdem gefährlich werden, sie können entarten oder lebenswichtige Organe in deren Funktion beeinträchtigen.


In der Medizin widmet sich die Onkologie bzw. der Onkologe dem Krebs.



Um einen Verdacht zu bestätigen, werden zunächst scheinbar normale Untersuchungen gemacht und ggf. wiederholt. Dazu gehören Blutuntersuchungen (z.B. Tumormarker), Röntgen, Ultraschall und das Abstasten der Lymphknoten in Achsel und Leiste auf Schwellung. Dabei kann sich ein Verdacht verstärken und andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, z.B. Infekte.







Wie in Max Fall bestätigt sich der Verdacht: Er hat Lymphdrüsenkrebs. Was danach kommt, sind eine Abfolge von Untersuchungen und Behandlungen. Der Kampf hat begonnen.
Scans (z.B. Computertomographie) werden angefertigt um den Tumor genau zu lokalisieren und sein Ausmaß abzuschätzen. In einer OP wird meist der Tumor entfernt und zur weiteren histologischen (feingeweblichen) Untersuchung eingeschickt. Meist wird der Tumor mit Sicherheitsabstand entfernt, das heißt, scheinbar gesundes Gewebe wird rundherum mit entfernt um zu bestätigen, dass der gesamte Tumor entfernt wurde. Befinden sich in diesen Rändern doch Tumorzellen, muss oft der Rest in einer zweiten OP entfernt werden.

Max musste sich neben einer OP auch einer Chemotherapie unterziehen. 8 Monate lang, einen Tag in der Woche wurden Medikamente in ihn gepumpt um den Krebs zu stoppen. Auch von Nebenwirkungen wie Übelkeit wurde er nicht verschont. Gegen diese Nebenwirkugen gibt es zwar Tabletten, diese haben aber leider auch nicht nur positive Seiten.
Doch zumindest von dem bekannten Haarausfall wird er verschont.
 „Head and Shoulders? Pah! Eine Chemo funktioniert besser!“
Regelmäßige Gespräche mit Ärzten und Psychologen gehören ebenfalls zum Alltag eines Krebspatienten.



Das Ziel einer Chemo ist es, den Krebs am Wachstum zu hindern und in am Ende ganz verschwinden zu lassen. Doch dabei ist Geduld gefragt, denn erst nach mehreren Jahren Krebsfreiheit (In Max Fall 5 Jahre) spricht man von einer Heilung. Daher sind regelmäßige Kontrollen sehr wichtig.

 

Im schlimmsten Fall allerdings, gibt es keine Heilungschance.
In diesem Fall wird eine palliativmedizinische Behandlung eingeleitet. 
Ziele dieser Therapie:

  • Förderung der Lebensqualität (auch die der Angehörigen! z.B. durch Entlastung)
  • Gabe von Schmerzmitteln
  • Ausreichende Ernährung
  • Hemmung des Knochenabbaus
  • Symptomatische Behandlungen (z.B. Aufdehnen von Verengungen)
 



Jährlich erkranken rund 500.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs, rund 224.000 Menschen sterben im Jahr daran. Damit bleibt Krebs nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache (Destatis 2015).



Männer erkranken am häufigsten an Prostatakrebs und ist damit die dritthäufigste Todesursache.

Frauen erkranken am häufigsten an Brustkrebs. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. 3 von 10 Betroffenen ist bei der Diagnosestellung jünger als 55.

65 500 Frauen erkranken pro Jahr neu an Krebs. Bei etwa 700 Männern wird jährlich Brustkrebs festgestellt.



Etwa 1800 Kinder unter 15 Jahren erkranken in DE jährlich an Krebs.


Die Überlebenschancen haben sich deutlich verbessert, dennoch ist eine Erkrankung eine extreme Belastung für die gesamte Familie.


Etwa die Hälfte der kleinen Patienten leiden unter Leukämie oder Lymphomen, auch Hirntumore und Tumore des Nervensystems treten häufig auf.


Heute überleben etwa 80% aller krebskranken Kinder und Jugendlichen, bei einigen Krebsarten sogar über 90%. Dies führt man auf so genannte Therapie-Optimierungsstudien zurück.Dies heißt, dass alle jungen Patienten nach einheitlichen Standards die jeweils beste Therapie unter Bedingungen erhalten, die eine sehr gute Überwachung, einen intensiven Austausch aller Fachleute und die direkte Übernahme international verfügbaren neuen Wissens ermöglichen.








Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in dieses komplexe Thema geben und das Buch ein wenig mit einbeziehen.
Morgen geht die Tour bei Timo von Bucheleganz weiter, er wird in eine ganz andere Richtung gehen.

Liebe Grüße



Persönliche Anmerkung von mir zum Schluss: Krebs ist eine schreckliche Krankheit, die so oft viel zu jung zuschlägt. Ohne die Forschung und die Erfolge auf diesem Gebiet würden wesentlich mehr Menschen darunter sterben. Ich persönlich finde es wichtig, einen Teil (und sei er noch so klein) dabei beizutragen. Daher war für mich eine Registrierung bei der DKMS und ein Organspendeausweis klar. Nicht immer kann man helfen, aber man kann es versuchen und sich die Frage stellen "Was wäre, wenn es mich treffen würde?"...


Quellen:
Deutsche Krebshilfe
Gesundheit.de
Krebsinformationsdienst
Krebs-bei-Kindern
Kinderkrebsinfo
Wikipedia

Kommentare:

  1. Guten Abend,
    vielen Dank für diesen tollen Beitrag über ein ja nicht so tolles und trotzdem irgendwie spannende Thema. Krebs ist eine Sache, welche ja wirklich äusserst unschön ist und(leider) heutzutage ja sehr sehr viele Leute erwischt.
    LG Sarah

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  2. Guten Abend,
    vielen Dank für diesen tollen Beitrag über ein ja nicht so tolles und trotzdem irgendwie spannende Thema. Krebs ist eine Sache, welche ja wirklich äusserst unschön ist und(leider) heutzutage ja sehr sehr viele Leute erwischt.
    LG Sarah

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  3. Guten Morgen!

    Auf Facebook haben wir eine Gruppe für Blogtouren, vielleicht magst du ja mal vorbeischauen?
    Wir halten da alles aktuell und verlinken die Beiträge, damit man immer alles im Blick hat und nichts verpasst - bei den vielen Touren verliert man ja leicht den Überblick ;)
    https://www.facebook.com/groups/981737925190683/

    Liebste Grüße, Aleshanee

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